Lieblingsbücher

dickdoof

Ich lese selbst natürlich auch sehr viel, das heißt viele Titel höre ich während der Autofahrten zur Arbeit als Hörbuch.

Hier ein paar Bücher, die mich jedes Mal auf’s Neue beeindrucken. Und das meine ich wörtlich. Denn ich leide an einer ausgeprägten literarischen Amnesie und kann mich bereits nach wenigen Monaten an keine Handlung eines Buches mehr erinnern. Das ist etwas peinlich, weil man dann in exklusiven literarischen Gesprächsrunden immer nicht mitreden kann. Aber diese Krankheit hat den Vorteil, dass man auch seine Lieblingsbücher immer mal wieder neu entdecken kann. Kennen wir uns??

Also in meinem Bücherregel haben einen Ehrenplatz:

  • „Der Untertan“ von Heinrich Mann: Wer etwas über das Deutsche Kaiserreich wissen will, sollte die herrliche Geschichte des Diederich Heßlings lesen. So traurig zutreffend und grotesk realistisch ist der Typus des kaisertreuen Spießbürgers nirgendwo anders beschrieben. Meiner Meinung nach eine Pflichtlektüre für den Geschichtsunterricht. Als halber Lehrer darf ich das fordern!
  • „Neue Vahr Süd“ von Sven Regener: Sven Regener ist auch typisch norddeutsch – besonders wenn er seine eigenen Texte vorliest. Wer jemals bei der Bundeswehr war oder sich wie ich erfolgreich gedrückt hat, sollte das Buch lesen. Frankie Lehmann ist ein junger Mann, wie ihn nur die Bundesrepublik der 70er Jahre hervorbringen konnte. Als Kind der 80er Jahre kann man da fast schon ein bisschen neidisch werden.
  • „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ von Walter Moers: Dieses Buch steht stellvertretend für fast alle Zamonien-Romane von Walter Moers. Wie zum Teufel kommt man nur auf so einen überbordend geilen Scheiß. Der krasseste Cliffhanger der Literatur ist inzwischen aber nicht mehr witzig. Liefern sie endlich den nächsten Band, Herr Moers!
  • „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz: Ein norddeutscheres Buch gibt es nicht auf der Welt. Auf jeder Seite schmeckt man die salzige Nordseeluft, ohne die plumpen peinlichen Klischees heutiger Nordseekrimis. Ein Kleinod der deutschen Literatur und ein Lehrstück für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, wunderbar leise und unaufgeregt.
  • „Puppenmord“ von Tom Sharpe: Okay, ich bin durch und durch Monty-Python-Fan und ich liebe schwarze englische Komödien. Da passt die herrliche Geschichte von dem tapferen Pechvogel Henry Wilt natürlich genau in die Reihe. Eine rabenschwarze Groteske, durch und durch britisch. Immer wieder zum Schreien komisch.
  • „Die Ilias“ von Homer in der Übersetzung von Raoul Schrott: In der Schule wurde ich zum Glück weitgehend mit den klassischen Schmökern verschont. Aber irgendwann habe ich mir diese klassische griechische Sage vom Kampf um Troja mal angehört. Was für eine atemberaubend spannende Geschichte mit faszinierenden Charakteren. Schlimm nur, was Hollywood draus gemacht hat.

To be continued